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Britisch Kurzhaar Futter: Futtermenge-Tabelle und was in den Napf gehört

Hoher Fleischanteil, klare Mengen, wenig Leckerli: was eine BKH wirklich braucht, wie viele Gramm pro Tag passen – und warum gerade diese Rasse so schnell zunimmt.

Britisch Kurzhaar Katze
Jasmin Durgutovic / Britisch Kurzhaar Österreich

Kurz gesagt: so fütterst du eine BKH richtig

Die Basis ist hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil. Eine ruhige, ausgewachsene BKH mit 4 bis 5 Kilo kommt mit etwa 200 bis 250 Gramm Nassfutter am Tag aus – grosse Kater entsprechend mehr. Der häufigste Fehler ist nicht das falsche Futter, sondern zu viel davon.

BasisNassfutter mit hohem Fleischanteil, ohne Zucker.
Mengeca. 200–250 g/Tag bei 4–5 kg – grosse Kater bis ca. 300 g.
Kitten4–5 kleine Mahlzeiten am Tag – Wachsen geht vor Rechnen.
AchtungNach der Kastration sinkt der Bedarf um bis zu ein Drittel.
Wichtig: Alle Mengen sind Richtwerte. Alter, Gewicht und Aktivität entscheiden – im Zweifel gehören Futterplan und Gewichtskurve in die Tierarztpraxis.

Sie schaut dich an, als wäre der Napf seit Tagen leer

Kaum ist die Schüssel leer, sitzt sie wieder davor: der berühmte BKH-Blick. Wer dem jedes Mal nachgibt, füttert keine Katze – er füttert ein Gewichtsproblem heran.

Denn diese Rasse bringt eine unangenehme Kombination mit: grossen Appetit, ruhiges Gemüt und einen Stoffwechsel, der jedes Extra dankbar einlagert.

Warum gerade die BKH so schnell zunimmt

Die BKH ist als gemütliche, kompakte Katze gezüchtet – kurze Spielphasen, lange Ruhephasen. Ihr Energieverbrauch ist niedriger als bei quirligen Rassen, der Appetit aber nicht.

Nach der Kastration verschärft sich das: Der Bedarf sinkt um bis zu einem Drittel, der Hunger bleibt. Wer die Menge dann nicht anpasst, hat in einem Jahr eine zu schwere Katze.

Britisch Kurzhaar frisst Nassfutter aus einem Napf
Nassfutter mit hohem Fleischanteil: die beste Basis für eine Rasse, die zu wenig trinkt und zu gern frisst.

Nassfutter oder Trockenfutter – was ist besser?

Nassfutter gewinnt klar: Es liefert die Flüssigkeit gleich mit – wichtig, weil Katzen von Natur aus wenig trinken – und macht bei gleicher Kalorienzahl satter. Trockenfutter ist praktisch und günstiger, aber extrem energiedicht: Ein paar Gramm zu viel fallen kaum auf und summieren sich.

Bewährt hat sich bei vielen BKH: Nassfutter als Hauptmahlzeiten, dazu höchstens eine kleine, abgewogene Portion Trockenfutter – etwa im Futterball als Beschäftigung.

Daran erkennst du gutes BKH-Futter

Du musst kein Etiketten-Profi sein – vier Punkte reichen für neunzig Prozent der Entscheidung:

  • Fleisch zuerst: Eine konkrete Fleischquelle steht an erster Stelle der Zutatenliste – nicht vage «tierische Nebenerzeugnisse».
  • Ohne Zucker und mit wenig bis keinem Getreide – beides gehört nicht in den Katzennapf.
  • Klare Deklaration: Steht «4 % Huhn» drauf, weisst du immerhin, wie wenig drin ist.
  • Hoher Proteinanteil und benannte Innereien sind ein Plus – Katzen sind Fleischfresser.

Ob der grosse Appetit zum gemütlichen Wesen passt, liest du im Charakter-Ratgeber – und was gutes Futter im Monatsbudget ausmacht, unter Preise in Österreich.

Deine BKH bettelt trotzdem weiter?

Betteln heisst bei dieser Rasse selten Hunger – meist ist es Langeweile oder Gewohnheit. Wer aus schlechtem Gewissen nachfüllt, trainiert das Betteln weiter an.

Was wirklich hilft: feste Fütterungszeiten, Futterball statt Nachschlag – und Beschäftigung, die den Jagdtrieb bedient, zum Beispiel an einem Kratzbaum mit Spielmöglichkeiten.

Futtermenge-Tabelle: so viel braucht deine BKH

Richtwerte pro Tag mit hochwertigem Nassfutter – immer mit der Gewichtskurve abgleichen:

  1. Kitten bis 6 Monate: praktisch nach Bedarf, in 4–5 kleinen Mahlzeiten – Wachstum geht vor Kalorienzählen.
  2. Junge Katze 6–12 Monate: ca. 200–300 g, verteilt auf 3 Mahlzeiten – die Wachstumskurve entscheidet.
  3. Ausgewachsen, 4–5 kg: ca. 200–250 g in 2–3 Mahlzeiten – die Standard-Portion für eine ruhige BKH.
  4. Kräftiger Kater, 6–8 kg: ca. 250–300 g – ob dein Tier wirklich «kräftig» oder schon zu schwer ist, zeigt die Gewichtstabelle nach Alter.
  5. Kastriert oder Senior: Menge um 20–30 % senken oder auf Light-Futter wechseln – sonst wandert die Differenz auf die Hüften.

Und Leckerli, Milch und Essensreste?

Leckerli gehören in die Tagesbilanz: Was du zwischendurch gibst, ziehst du beim Hauptfutter ab. Milch vertragen die meisten Katzen nicht, und gewürzte Essensreste haben im Napf nichts verloren – so schwer das beim BKH-Blick fällt.

Was richtiges Füttern über die Jahre bewirkt, liest du unter Lebenserwartung. Und ob ein Kratzbaumgegen Frustfressen hilft: ja – Beschäftigung ist die beste Diät.

Was in gutem BKH-Futter drinstecken muss – und was nicht

Die Futtermenge ist nur die halbe Miete. Genauso wichtig ist, was tatsächlich in deinem Futter steckt. Eine Britisch Kurzhaar ist ein reiner Fleischfresser mit kräftigem Körperbau, und sie braucht ein Futter, das diesen massigen, muskulösen Körper versorgt, ohne ihn gleichzeitig mit leeren Kalorien zu überladen. Gerade weil die BKH so gemütlich ist und sich wenig bewegt, darf jedes Gramm Futter wirklich zählen. Wenn du wissen willst, wie ruhig und bequem diese Rasse von Natur aus ist, lies dir am besten unseren Beitrag zum Britisch-Kurzhaar-Charakter durch – das erklärt viel über ihren Appetit und ihre Bewegungsfreude.

Wirf vor dem Kauf einen Blick auf die Zutatenliste. Sie verrät dir in dreissig Sekunden, ob ein Futter taugt. Achte konkret auf diese Punkte:

  • Fleisch an erster Stelle: Die erste Zutat sollte eine klar benannte Fleischsorte sein (Huhn, Pute, Rind), idealerweise mit Prozentangabe. „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ ohne Angabe ist ein schlechtes Zeichen.
  • Hoher Fleischanteil: Bei Nassfutter sind 60 Prozent und mehr ein gutes Ziel. Deine BKH ist ein Karnivore, kein Getreidefresser.
  • Wenig bis kein Getreide und Zucker: Weizen, Mais und versteckter Zucker (oft als Karamell oder Sirup getarnt) machen satt, aber dick – genau das Gegenteil von dem, was deine zu Übergewicht neigende BKH braucht.
  • Taurin: Diese Aminosäure ist für Katzen lebenswichtig. Hochwertiges Futter enthält sie immer, oft sogar zusätzlich ausgewiesen.
  • Keine künstlichen Farb- und Lockstoffe: Deine Katze sieht die hübsche Farbe nicht, sie ist nur Marketing für dich.

Faustregel: Je kürzer und verständlicher die Zutatenliste, desto besser. Wenn du auf einer Dose ein halbes Chemielabor liest, leg sie zurück. Deine kräftige BKH lebt von echtem Fleisch, nicht von Füllstoffen.

Der Trinkmuffel im Napf: warum Feuchtigkeit beim BKH-Futter so wichtig ist

Die Britisch Kurzhaar ist ein notorischer Trinkmuffel. Das liegt in ihrer Natur: Katzen stammen ursprünglich von Wüstentieren ab und decken ihren Flüssigkeitsbedarf eigentlich übers Beutetier, nicht über den Wassernapf. Eine Maus besteht zu rund 70 Prozent aus Wasser – Trockenfutter dagegen nur zu etwa 8 bis 10 Prozent. Wenn deine BKH also überwiegend Trockenfutter frisst und am Napf knausert, nimmt sie über den Tag verteilt schlicht zu wenig Flüssigkeit auf.

Das ist bei dieser Rasse kein kosmetisches Problem. Die Britisch Kurzhaar neigt zu Erkrankungen der Harnwege und zur Bildung von Harnsteinen. Zu wenig Flüssigkeit bedeutet konzentrierten Urin, und konzentrierter Urin begünstigt genau diese Probleme. Deshalb ist Feuchtigkeit im Futter bei der BKH nicht nice-to-have, sondern Vorsorge.

  • Nassfutter als Basis: Mit hochwertigem Nassfutter nimmt deine Katze einen grossen Teil ihres Wasserbedarfs ganz nebenbei beim Fressen auf.
  • Wasser locker machen: Du kannst ins Nassfutter zusätzlich einen Schuss Wasser einrühren, gerade an warmen Tagen.
  • Trinkstellen anbieten: Stell mehrere Wassernäpfe in der Wohnung auf, getrennt vom Futterplatz. Viele Katzen mögen kein Wasser direkt neben dem Napf.
  • Bewegtes Wasser: Manche BKH trinken aus einem Trinkbrunnen deutlich mehr als aus dem stehenden Napf, weil fliessendes Wasser sie eher anlockt.

Da die BKH ohnehin viel drinnen lebt, lohnt es sich, ihr das Trinken so leicht wie möglich zu machen. Mehr zur reinen Wohnungshaltung und was sie für deine Katze bedeutet, findest du im Beitrag zur Britisch Kurzhaar als Wohnungskatze.

Fütterungs-Rhythmus und Napf-Setup für deine Britisch Kurzhaar

Wie oft du fütterst und wie der Futterplatz aufgebaut ist, beeinflusst direkt, wie ruhig und entspannt deine BKH frisst. Katzen sind von Natur aus auf viele kleine Mahlzeiten gepolt – in freier Wildbahn würde eine Katze über den Tag verteilt etliche kleine Beutetiere fangen. Eine Riesenportion morgens und sonst nichts widerspricht diesem Rhythmus und führt oft dazu, dass die gemütliche BKH zwischendurch bettelt oder den vollen Napf in einem Rutsch leert.

Für eine ausgewachsene Britisch Kurzhaar haben sich zwei bis drei feste Mahlzeiten pro Tag bewährt. Feste Zeiten geben deiner Katze Struktur und nehmen dem Betteln die Grundlage, weil sie lernt, wann es Futter gibt. Bei dieser eher konservativen und vorsichtigen Rasse zahlt sich Verlässlichkeit doppelt aus – die BKH mag Routinen.

  • Ruhiger Standort: Stell den Napf an einen ungestörten Platz, weg von Waschmaschine, Durchgang und Katzenklo. Deine BKH frisst entspannter, wenn ihr niemand im Nacken sitzt.
  • Flache, breite Näpfe: Die runden Backen einer BKH stossen in tiefen, schmalen Schalen schnell an. Flache Näpfe verhindern die unangenehmen Schnurrhaar-Berührungen am Rand.
  • Sauberkeit: Wasch den Napf täglich. Eingetrocknetes Nassfutter riecht ranzig, und gerade die wählerische BKH verweigert dann gern.
  • Reste nicht stehen lassen: Nassfutter, das stundenlang in der Wohnung steht, wird unappetitlich. Lieber kleinere Portionen frisch geben.

Ein gut durchdachtes Napf-Setup ist kein Luxus, sondern verhindert die Hälfte aller Futter-Macken bei der BKH. Wer den Platz, den Rhythmus und die Sauberkeit im Griff hat, hat eine deutlich entspanntere Katze.

Futtermenge nach Alter: vom BKH-Kitten bis zum Senior

Eine Futtermenge passt nicht ein Katzenleben lang. Eine Britisch Kurzhaar wächst über zwei bis drei Jahre langsam zu ihrer endgültigen, kräftigen Statur heran und durchläuft dabei ganz unterschiedliche Phasen mit ganz unterschiedlichem Bedarf. Wer das ignoriert, füttert das Kitten zu knapp oder den Senior zu üppig.

  • Kitten (bis ca. 12 Monate): Kleine Mägen, riesiger Energiebedarf fürs Wachstum. Hier gilt nicht die Erwachsenen-Tabelle. Biete mehrere kleine Mahlzeiten am Tag an und hungere ein wachsendes Kitten niemals herunter – in dieser Phase darf es satt werden. Nutze hochwertiges Kitten-Futter mit hohem Fleischanteil.
  • Junge erwachsene Katze (1–3 Jahre): Das Wachstum klingt aus, die Aktivität ist oft noch etwas höher. Jetzt langsam auf Erwachsenenfutter und feste Portionen umstellen und das Gewicht im Auge behalten.
  • Erwachsene BKH (3–8 Jahre): Die kritische Phase fürs Gewicht. Die ruhige, gemütliche BKH bewegt sich wenig, frisst aber gern. Halte die Menge an ihrem Idealgewicht fest, nicht an ihrem Hungergefühl.
  • Senior (ab ca. 8 Jahren): Der Stoffwechsel verlangsamt sich, manche Katzen werden ruhiger, andere bauen Muskeln ab. Beobachte genau und passe an: Manche Senioren brauchen weniger, andere bei nachlassendem Appetit gut verdauliches, schmackhaftes Futter.

Über alle Phasen hinweg ist der beste Massstab nicht die Packungsangabe, sondern der Körper deiner Katze selbst. Eine gesunde BKH hat eine fühlbare, aber gut gepolsterte Rippe und von oben eine erkennbare Taille. Wie sich Gewicht und Statur über die Jahre entwickeln, kannst du in unserer Britisch-Kurzhaar-Gewichtstabelle Schritt für Schritt nachvollziehen. Wer das Gewicht von klein auf im Rahmen hält, tut auch der Lebenserwartung seiner BKH einen grossen Gefallen.

Futterumstellung bei der BKH: so klappt der Wechsel ohne Drama

Die Britisch Kurzhaar ist von Natur aus vorsichtig bei allem Neuen – das gilt für neue Möbel, neue Menschen und ganz besonders für neues Futter. Stellst du das Futter von einem Tag auf den anderen komplett um, kassierst du oft entweder eine beleidigte Futterverweigerung oder einen verdorbenen Magen. Beides lässt sich mit etwas Geduld vermeiden.

Der Trick ist, langsam zu mischen. So gewöhnt sich der empfindliche Katzenmagen an die neue Zusammensetzung, und die misstrauische BKH merkt kaum, dass sich überhaupt etwas ändert.

  • Tag 1–3: Etwa ein Viertel neues Futter unter drei Viertel des gewohnten mischen.
  • Tag 4–7: Auf etwa halbe-halbe erhöhen.
  • Tag 8–14: Den Anteil des neuen Futters weiter steigern, bis komplett umgestellt ist.
  • Tempo nach Katze: Bei einer besonders sturen oder empfindlichen BKH darf die Umstellung ruhig zwei bis drei Wochen dauern. Es gibt keinen Preis fürs Schnellsein.

Wenn deine BKH das neue Futter trotz langsamer Umstellung hartnäckig verschmäht, zwing sie nicht. Eine Katze, die mehrere Tage gar nichts frisst, kann ernsthaft krank werden. Geh dann lieber einen Schritt zurück und probier eine andere Sorte oder Sorten-Textur. Manchmal ist es nicht der Geschmack, sondern die Konsistenz, die der wählerischen Britisch Kurzhaar nicht passt.

Mehrkatzen-Haushalt: Futtermenge bei mehreren BKH im Griff behalten

Lebt bei dir mehr als eine Katze, wird das Thema Futtermenge schnell unübersichtlich. Britisch Kurzhaar sind gesellig und kommen mit Artgenossen meist gut aus, aber am Napf entwickelt jede ihren eigenen Stil. Die eine schlingt, die andere lässt sich Zeit – und schon frisst die schnelle Katze der langsamen die Portion weg. Am Ende ist eine BKH zu dick und die andere zu dünn, obwohl du dachtest, alles sei gerecht verteilt.

Damit jede Katze genau ihre Menge bekommt, lohnt sich ein bisschen Organisation:

  • Getrennte Näpfe mit Abstand: Stell die Näpfe nicht direkt nebeneinander, sondern mit etwas räumlichem Abstand, damit niemand dem anderen über die Schulter frisst.
  • Feste Plätze: Jede Katze sollte ihren eigenen, immer gleichen Fressplatz haben. Routinen beruhigen die konservative BKH.
  • Beim Füttern dabei bleiben: Gerade bei Nassfutter zu festen Zeiten kannst du kurz danebenstehen und Reste wegnehmen, sobald jemand fertig ist.
  • Einzeln wiegen: Kontrolliere das Gewicht jeder Katze einzeln, nicht im Pauschalblick. Nur so merkst du früh, wenn eine zulegt oder abbaut.

Im Mehrkatzen-Haushalt ist die grösste Gefahr nicht zu wenig, sondern ungleich verteiltes Futter. Wer jeder BKH ihren eigenen Platz und ihre eigene Portion gibt, behält sowohl die Menge als auch den Frieden im Napfbereich.

Die häufigsten Fütterungsfehler bei der Britisch Kurzhaar

Die meisten Gewichts- und Verdauungsprobleme bei der BKH entstehen nicht aus bösem Willen, sondern aus gut gemeinten Gewohnheiten. Weil die Britisch Kurzhaar so charmant betteln und so vorwurfsvoll schauen kann, schleichen sich Fehler ein, die der gemütlichen Rasse auf Dauer schaden. Diese Klassiker solltest du kennen:

  • Futter rund um die Uhr stehen lassen: Ein ständig gefüllter Trockenfutter-Napf ist für eine bewegungsfaule BKH eine Einladung zum Dauernaschen. Feste Mahlzeiten sind fast immer die bessere Wahl.
  • Nach Augenmass füttern: Eine Handvoll hier, eine Handvoll da – über den Tag summiert sich das zu erstaunlichen Mengen. Wieg die Portionen anfangs ruhig mit einer Küchenwaage ab.
  • Belohnungen nicht mitrechnen: Leckerli, ein Stück Käse, ein Schluck aus deinem Joghurtbecher – all das sind zusätzliche Kalorien, die in der Tagesbilanz fehlen.
  • Auf das Bettel-Gesicht hereinfallen: Die BKH bettelt aus Gewohnheit, nicht zwingend aus Hunger. Mehr Futter ist selten die richtige Antwort.
  • Übergewicht schönreden: Eine massige Statur ist bei der BKH normal, ein hängender Bauch und unfühlbare Rippen sind es nicht. Hier lieber früh gegensteuern.
  • Zu schnelle Futterumstellung: Wie oben beschrieben rächt sich Hektik beim Wechsel mit Magenproblemen oder Verweigerung.

Wenn du diese sechs Fallen vermeidest, hast du schon das meiste richtig gemacht. Die BKH verzeiht vieles, aber dauerhaftes Überfüttern gehört nicht dazu.

Was kostet die Fütterung einer BKH – und Alternativen wie BARF

Eine Britisch Kurzhaar ist kein teures Tier im Unterhalt, aber gutes Futter kostet nun mal mehr als billige Supermarkt-Ware. Das ist gut investiertes Geld: Hochwertiges Futter mit echtem Fleisch sättigt besser, beugt Übergewicht und Harnproblemen vor und erspart dir im besten Fall teure Tierarztbesuche. Wer beim Futter spart, zahlt oft an anderer Stelle drauf.

Als grobe Orientierung bewegen sich die monatlichen Futterkosten für eine erwachsene BKH bei hochwertigem Nassfutter meist im niedrigen zweistelligen Euro-Bereich pro Monat – wie viel genau, hängt stark von Sorte, Menge und Bezugsquelle ab. Feste Preise lassen sich seriös kaum nennen, weil sie ständig schwanken. Plane das Futter aber von Anfang an in dein Budget ein, genauso wie die Anschaffungskosten einer BKH in Österreich.

  • Hochwertiges Nassfutter: Der bequemste und für die BKH meist beste Standard – fertig, ausgewogen und feucht.
  • Misch-Fütterung: Nassfutter als Basis, etwas hochwertiges Trockenfutter als Ergänzung. Praktisch, solange das Trockenfutter nicht zur Hauptkalorienquelle wird.
  • BARF (rohes Fleisch): Die natürlichste Variante, kommt der Beute am nächsten. Aber: ohne fundiertes Wissen über Nährstoffe und die richtige Ergänzung mit Taurin, Calcium und Co. drohen Mangelerscheinungen. Nur etwas für Halter, die sich ernsthaft einlesen oder beraten lassen.

Welche Variante du wählst, ist weniger eine Geld- als eine Zeit- und Wissensfrage. Die meisten BKH-Halter fahren mit gutem Nassfutter am entspanntesten. Wer mehr investieren will, sollte das in Qualität tun – nicht in die Menge.

Fazit: die richtige Futtermenge ist Vorsorge für deine BKH

Die Britisch Kurzhaar zu füttern ist keine Raketenwissenschaft, aber sie verlangt ein wenig Aufmerksamkeit. Diese Rasse ist kräftig, gemütlich und bewegungsfaul, neigt zu Übergewicht und ist gleichzeitig ein Trinkmuffel mit Hang zu Harnproblemen. Genau aus dieser Kombination ergibt sich alles Wichtige: hochwertiges, fleischreiches Futter mit viel Feuchtigkeit, feste Portionen statt Dauerbuffet und eine Menge, die sich am Idealgewicht orientiert, nicht am Bettel-Blick.

Wenn du die Tabelle aus diesem Artikel als Startpunkt nimmst, dann am echten Körper deiner Katze nachjustierst und Leckerli ehrlich mitrechnest, machst du fast alles richtig. Eine BKH, die ihr Gewicht hält, gut trinkt und in Ruhe frisst, bleibt länger gesund und munter. Damit ist die richtige Futtermenge am Ende nicht nur eine Frage des Napfs, sondern echte Vorsorge für ein langes, zufriedenes Katzenleben.

Häufige Fragen zum BKH-Futter

Wie viel Futter braucht eine Britisch Kurzhaar pro Tag?

Als Richtwert: 200–250 g hochwertiges Nassfutter bei einer ruhigen Katze mit 4–5 Kilo, grosse Kater 250–300 g. Massgeblich sind Packungsangabe und Gewichtskontrolle.

Welches Futter ist für BKH am besten?

Nassfutter mit hohem, klar deklariertem Fleischanteil und ohne Zucker. Die Marke ist zweitrangig – die Zutatenliste entscheidet, nicht die Werbung.

Wie oft sollte ich meine BKH füttern?

Erwachsene zwei- bis dreimal täglich zu festen Zeiten. Kitten brauchen 4–5 kleine Mahlzeiten. Ein Dauerbuffet ist bei dieser Rasse keine gute Idee.

Was füttere ich einem BKH-Kitten?

Hochwertiges Kitten-Nassfutter mit hohem Fleischanteil – anfangs das vom Züchter gewohnte. Auf neues Futter langsam über mehrere Tage umstellen.

Meine BKH ist kastriert und nimmt zu – was tun?

Futtermenge um 20–30 % senken, Leckerli streichen oder von der Ration abziehen, täglich spielen. Hilft das nicht, Futterplan in der Tierarztpraxis durchgehen.

Wie merke ich, dass meine BKH zu wenig trinkt?

Achte auf trockenes Zahnfleisch, selteneren oder sehr stark riechenden Urin und allgemeine Mattheit. Da die Britisch Kurzhaar als Trinkmuffel zu Harnproblemen neigt, ist feuchtes Nassfutter plus mehrere Trinkstellen oder ein Trinkbrunnen die beste Vorbeugung.

Darf eine BKH freien Zugang zu Trockenfutter haben?

Besser nicht. Die gemütliche, bewegungsfaule Britisch Kurzhaar nascht bei ständig gefülltem Napf den ganzen Tag und nimmt schnell zu. Feste Mahlzeiten mit abgewogenen Portionen sind bei dieser zu Übergewicht neigenden Rasse fast immer die gesündere Wahl.

Wie lange sollte ich das Futter meiner BKH umstellen?

Plane ein bis zwei Wochen ein und misch das neue Futter langsam unter das gewohnte. Die vorsichtige Britisch Kurzhaar reagiert empfindlich auf abrupte Wechsel, deshalb darf die Umstellung bei besonders wählerischen Tieren ruhig auch drei Wochen dauern.